Gemeinsam mehr erreichen

Wir stärken Teams, nicht Hierarchien

In welchem Verhältnis stehen Team und Führungskraft zueinander?

Nach dem klassischen Paradigma sind es zwei getrennte Ebenen: Oben steht die Führungskraft mit ihren Aufgaben, Zielen und Visionen, darunter das Team, das auf den Marschbefehl wartet.

Eine alternative Sichtweise wäre die, dass es das Team ist, bei dem die Aufgaben und Verantwortungen liegen, und dass das Team auch die optimalen Lösungen dafür findet. Nach dieser Sichtweise ist die Führungskraft nicht die Person, die alles (besser) weiß, alles entscheidet, alles verantwortet. Sie ist in erster Linie ein Mitglied des Teams, wenn auch mit einer besonderen Funktion. In diesem Modell erfolgt die Verteilung der Rollen, Aufgaben und Zuständigkeiten in einem sich selbst organisierenden Prozess. Das Ergebnis ist, dass nicht nur die Führungskraft deutlich entlastet wird, sondern auch die einzelnen Teammitglieder. Denn durch diesen sich selbst organisierenden Prozess wird der interne Koordinations- und Abstimmungsaufwand reduziert, die Effizienz und Zusammenarbeit im Team erhöht und die unterschiedlichen Kompetenzen im Team optimal eingesetzt. Mit der Verschiebung der Verantwortung von der Führungskraft auf das Team steigt gleichzeitig die erlebte Sinnhaftigkeit des eigenen Tuns und damit Motivation und Arbeitszufriedenheit.

Diesen Ansatz verfolgt das Teambildungsprogramm „ACT im Team“.

Das Ziel ist, Teams zu ermächtigen, mehr und mehr selbst die Verantwortung für die eigenen Ziele und Aufgaben zu übernehmen, selbst Regeln für die Zusammenarbeit zu definieren und selbst die Einhaltung dieser Regeln sicherzustellen.



ACT im Team – was steckt dahinter?

  • „ACT im Team“ ist ein psychologisch fundiertes Programm zur Teamentwicklung. Es beruht einerseits auf dem sogenannt Akzeptanz- und Commitment-Training (ACT), andererseits auf den Forschungsergebnissen von Nobelpreisträgerin Elinor Ostrom.

  • ACT: ist ein Verfahren, das die Fortschritte der modernen Verhaltenstherapie für Coaching und Training im beruflichen Umfeld nutzbar macht. ACT zielt darauf ab, die psychische Flexibilität sowohl von Einzelnen als auch von Teams zu erweitern.

  • Forschungsergebnisse von Elinor Ostrom: Die Politikwissenschaftlerin Elinor Ostrom hat in einer umfangreichen Feldstudie acht Grundprinzipien identifiziert, die die Zusammenarbeit in erfolgreichen Teams bestimmen. 2009 wurde sie dafür mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet.


ACT im Team – Nutzen

Positive Effekte des Teamentwicklungsprogramms sind vor allem:

  • bessere Kommunikation und Zusammenarbeit

  • ein verbessertes Kosten-/Nutzen-Verhältnis und mehr Effizienz in der Teamarbeit

  • eine starke Identifikation mit der Gruppe, eine höhere Leistungsmotivation und ein gesteigertes Verantwortungsbewusstsein der Teammitglieder für die gemeinsamen Ziele und Aufgaben

  • ein unterstützendes und vertrauensvolles Umfeld, in dem die Teammitglieder weniger Stress empfinden und ihr Potenzial optimal entfalten können

  • größere Arbeitszufriedenheit

  • höhere Verhaltensflexibilität der einzelnen Gruppenmitglieder

  • höhere Flexibilität der Gruppe im Ganzem


ACT im Team – Inhalte

Die ACT-Matrix

Durch das Teamentwicklungsprogramm wird ein rollierender Prozess angestoßen, in dem auf der einen Seite die Werte und Ziele der Gruppe, auf der anderen Seite interne und externe Barrieren reflektiert werden. Dabei spielt die sogenannte ACT-Matrix, ein Werkzeug zur Verhaltensanalyse von Einzelnen oder Gruppen, eine wichtige Rolle.  

Die Teammitglieder als Individuen

Begonnen wird mit der Anwendung der ACT-Matrix auf die einzelnen Teilnehmer: Was ist ihnen wichtig? Was tun sie, um das zu verwirklichen? Welche schwierigen Gedanken und Gefühle stehen dabei im Weg? Wie gehen sie mit diesen inneren Barrieren um?  



Werte und Ziele der Gruppe 

Anwendung der ACT-Matrix auf die Gruppe: Welchen Zweck verfolgt das Team? Welche identitätsstiftenden Werte sind damit verbunden? Welche Verhaltensweisen führen zu diesen Werten hin, welche führen von ihnen weg?

Implementation der Prinzipien von Elinor Ostrom

Wie können die 8 Grundprinzipien, die für erfolgreiche Teamarbeit entscheidend sind, für die Werte der Gruppe nutzbar gemacht werden?

Vereinbarung von kurz- und mittelfristigen Zielen

Dabei geht es sowohl um Ziele in Richtung auf die Werte der Gruppe als auch um Ziele in Richtung auf eine bessere Umsetzung der Ostrom-Prinzipien.


Die 8 Prinzipien erfolgreicher Teamarbeit nach Elinor Ostrom

  • Starke Gruppenidentität / Klarheit von Werten

  • Gerechte Verteilung von Kosten und Nutzen

  • Faire gemeinsame Entscheidungsprozesse

  • Kontrolle der vereinbarten Verhaltensweisen

  • Abgestufte Sanktionen für Fehlverhalten

  • Schnelle und faire Konfliktlösung

  • Möglichkeit der Selbstbestimmung

  • funktionale Beziehungen zu anderen Gruppen



ACT im Team – Ablauf

  • In der Implementierungsphase umfasst „ACT im Team“ drei Trainingseinheiten von jeweils einem Tag im Abstand von sechs bis acht Wochen.

  • Wichtig ist, dass „ACT im Team“ keine inhaltlichen Vorgaben macht, sondern einen methodischen Rahmen zur Verfügung stellt, in dem die Gruppe ihr Verhalten und ihre Ziele analysiert und gegebenenfalls neu ausrichtet. Der Entwicklungsprozess berücksichtigt damit die spezifische Situation der Gruppe und kann je nach Team oder Organisationsform unterschiedlich ablaufen.

  • Nach der Implementierungsphase ist es sinnvoll, einmal jährlich ein halbtägiges „ACT-im-Team“-Update durchzuführen, das von einem Trainer moderiert wird.


Themenflyer ACT im Team

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Fäustlestraße 8
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